Während in Deutschland gerade der Sommer ausbrach, bedeutete die gestrige Anreise an die Nordsee eine Fahrt in die Kälte und in die Nässe. Unterwegs mussten wir sogar die Heizung im Auto anstellen. In Bergen deckten wir uns mit Lebensmitteln, Zeitungen und Dünenkarten ein. Von der Ferienwohnung aus (wenigstens kein Wohnwagen wie T. in Oostkapelle) blieb es bei einem kurzen Gang ans Meer. Nur mal eben nachschauen, ob alles noch dort ist. Es ist. Also schnell zurück in die warme, trockene Stube. Abends erfreuten wir uns an Ken Loachs aufheiterndem „Looking For Eric“ (UK 2009, ++) auf DVD, während es draußen in Strömen regnete.
Der Sonntag beginnt genauso grau, wie der Samstag endete. Aber wenigstens regnet es nach dem Frühstück nicht mehr. Also gleich mal ein Morgenspaziergang. Den ersten schottischen Hochlandrindern samt Kälbern begegnen wir bereits auf der Freifläche in Bergen aan Zee selber. Weiter geht’s auf schmalen Pfaden durch die Dünen. Wie in der Eifel ist auch hier die Vegetation längst nicht so weit fortgeschritten wie am Niederrhein. Bäume und Sträucher sind noch transparent. Dafür legen sich die Vögel umso mehr ins Zeug. Ein Zwitschern und Flöten wie ein Sonntagskonzert im Park, nur zu sehen bekommen wir sie kaum, weil sie im Unterholz hocken oder sofort davonfliegen, wenn wir uns nähern. Dafür noch einmal Hochlandrinder von weitem, von den halbwilden Pferden aber nur ein verwehtes Wiehern aus einem der Dünentäler. Ein Abstecher zum Strand. Die üblichen Hundespaziergänger und Familien mit kleinen Kindern, denen das graue Wetter so gar nichts ausmacht.
Der Sonntag beginnt genauso grau, wie der Samstag endete. Aber wenigstens regnet es nach dem Frühstück nicht mehr. Also gleich mal ein Morgenspaziergang. Den ersten schottischen Hochlandrindern samt Kälbern begegnen wir bereits auf der Freifläche in Bergen aan Zee selber. Weiter geht’s auf schmalen Pfaden durch die Dünen. Wie in der Eifel ist auch hier die Vegetation längst nicht so weit fortgeschritten wie am Niederrhein. Bäume und Sträucher sind noch transparent. Dafür legen sich die Vögel umso mehr ins Zeug. Ein Zwitschern und Flöten wie ein Sonntagskonzert im Park, nur zu sehen bekommen wir sie kaum, weil sie im Unterholz hocken oder sofort davonfliegen, wenn wir uns nähern. Dafür noch einmal Hochlandrinder von weitem, von den halbwilden Pferden aber nur ein verwehtes Wiehern aus einem der Dünentäler. Ein Abstecher zum Strand. Die üblichen Hundespaziergänger und Familien mit kleinen Kindern, denen das graue Wetter so gar nichts ausmacht.

Mittags wagen wir uns auf die mitgenommenen Räder. Und dann kommt auch die Sonne zum Vorschein. Wie zur Belohnung. Erst durch die Dünen Richtung Egmond und dann in die Polder mit den Tulpenfeldern eingeschwenkt. Der Farbenrausch ist wieder überwältigend. Stets aufs Neue, obwohl wir inzwischen wissen, was uns um diese Jahrezeit hier erwartet. Das Gelb und Rot der Tulpen (in allen Zwischentönen von Orange bis Pink), das Blau der stark riechenden Hyazinthen, das Weiß und Gelb der fast schon verblühten Narzissen, von Wassergräben umgeben und eingebettet in grüne Wiesen, auf denen Kühe und Schafe grasen. Am Horizont die eine oder andere Windmühle. Dazu Caravanparks und Pferdehöfe. Noch sind die Tulpenfelder nicht geköpft. Hier werden Zwiebeln gezüchtet, keine Blumenläden beliefert. Trotzdem kann man am Wegrand schon mal einen Tulpenstrauß kaufen, was die Liebste auch gleich macht.
Wir fahren durch ein Meer von Farben. Streng sortiert und abgezirkelt. Farbflächenmuster. Who’s Afraid Of Red, Yellow And Blue? Wo bekommt man sonst noch die klassischen Primärfarben geboten? Da muss man schon ins Museum gehen, sich Ansichtskarten aus den Siebziger Jahren mit Autos drauf anschauen oder eben während der Tulpenblüte durchs Land von Piet Mondrian radeln. De Stijl in echt. In Egmond-Binnen schwenken wir wieder zum Dünenrand ein. Aber auch von dort bieten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die angrenzenden Tulpenfelder. Und in den Dünen selber dann die erste Pferdebegegnung des Urlaubs.















































1 Kommentar:
schoen
we get these summer sea mists when the temperature changes very quickly. it can be really spooky.
Kommentar veröffentlichen